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Bei der Funktionseinheit MDX-OBS.64 (128) handelt es sich um ein komplettes Orgel-Betriebssystem. Es eignet sich für die nachträgliche Midifizierung vorhandener Orgeln, Pfeifenorgeln sowie für den Neubau individuell gestalteter Spieltische oder Spielschränke gleichermaßen.
An MDX-OBS.64 können ein Basspedal und bis zu fünf Manual-Klaviaturen verschiedener Ausführungen bzw. Hersteller über Scanner-Platinen angebunden werden. Es stellt maximal 4 MIDI-Schweller zur Verfügung, besitzt Anschlussmöglichkeiten für MIDI-Interface (IN, OUT, THRU), Echtzeit-Transposer und weitere Zusatzmodule.
Eine universell ausgelegte Register- und Setzersteuerung für 64 Register machen das Orgel-Betriebssystem komplett. Alle Register und Anzeigen können auch per MIDI-IN gesetzt werden. Dadurch sind Interaktionen mit Hauptwerk 2 oder das Rückspielen einer Sequenzer-Aufzeichnung möglich.
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Die im rechten Teil des Bildes zu sehende Anordnung der drei kleineren Leiterplatten ist identisch mit denen der Register- und Setzersteuerung MDX-MAXI.64 und verfügt auch über die gleichen Eigenschaften. Der gravierende Unterschied besteht in der Verwendung einer sehr leistungsfähigen Prozessorplatine cpu-mdx3-rs. Die Funktionen, die damit realisiert werden konnten, wurden dementsprechend erheblich erweitert.
So steht für die Registersteuerung nun zusätzlich zu der Taster- auch eine Schalter-Variante zur Auswahl. Weiterhin können außer Hauptwerk bzw. MyOrgan auch andere Orgelexpander angesteuert werden. In Kürze wird es möglich sein, aktive Zugriegel zu verwenden. Manubrien kommen dabei selbstständig raus oder gehen rein und sind über MIDI-IN ansprechbar.
Wie dem Funktionsplan zu entnehmen ist, sind für das Basspedal und die Manuale auf der Prozessorplatine separate Steckplätze in Form 16-poliger Wannenstecker vorhanden. Ebenso für die MIDI-Schweller. Wie die Anbindung erfolgt, wird auf dieser Homepage unter MIDI-Out an Hand von Beispielen aufgezeigt.
Das MDX-OBS.64 Orgel-Betriebssystem generiert alle normalen Koppeln (mdx-Koppeln) durch die Hardware. Da bei diesem Vorgang die Noten-Befehle der gekoppelten Tastenreihen erzeugt werden, funktionieren sie mit Hauptwerk und jedem beliebigen Expander sofort und ohne jede Anpassung! Die mdx-Koppeln werden wie normale Register behandelt und können gemeinsam mit zusätzlichen HW-Koppeln in den freien Kombinationen abgespeichert werden.
Die Verwaltung aller Funktionen durch eine zentrale Prozessorplatine hat den großen Vorteil, dass alle MIDI-Signale zeitgenau an EINER gemeinsamen MIDI-Buchse anstehen. Selbst bei größter System-Belastung treten keine MIDI-Hänger auf.
Für den Einbau und die Inbetriebnahme aller WIRA-Bausätze sind elektronische Grundkenntnisse erforderlich! |